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Alles im grünen Bereich in der IAA-Stadt: Allison-Hybridbusse in Hannover

Bereits im Jahr 2008 nahm der erste Hybridbus in Hannover seinen Linienbetrieb bei der üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG (kurz: üstra) auf. Nach intensiven Tests, die vom Fraunhofer Institut wissenschaftlich begleitet wurden, kamen im September weitere zehn Hybridbusse hinzu, ebenfalls 18 Meter lange Solaris Urbino 18 Gelenkbusse mit dem Allison H 50 EP Hybridsystem. Rund 750.000 Kilometer sind die elf Hybridbusse bereits im Linienverkehr gelaufen und etwa 5 Millionen Fahrgäste wurden damit befördert.

HANNOVER – „Alles im grünen Bereich“ lautet die knallgrüne Aufschrift auf den elf Hy-bridbussen in Hannover. Sie sind aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken und werden schwerpunktmäßig auf der Linie 121 eingesetzt. Diese Linie führt mitten durch die Innenstadt von der Haltenhoffstraße über den Hauptbahnhof bis zum Altenbekener Damm und hat sich bereits bei der wissenschaftlichen Begleitung des ersten Hybridbusses der üstra im Jahr 2009 als ideal erwiesen. Mit ihren kurzen Haltestellenabständen, der niedrigen Durchschnittsgeschwindigkeit und den hohen Fahrgastzahlen ist sie bestens geeignet, um die Vorteile der Hybridbusse zu nutzen. Hier spielt der Hybridbus seinen Vorteil der Energierückgewinnung beim Bremsen deutlicher aus als beispielsweise auf Stadtrandlinien oder in ländlichen Regionen. In den teilweise recht engen Straßen stellen die leisen, umweltfreundlichen Busse eine riesige Entlastung für die Anwohner dar.

Hubert Nawa, verantwortlich für Buswerkstätten und Fahrzeugtechnik im Unternehmensbereich Stadtbus der üstra: „Man braucht für die Hybridbusse eine „stop and go“ Strecke, dann sind die Vorteile am größten. Auf Teilstrecken der Linie 121 erreicht der Hybridbus eine Kraftstoffersparnis von fast 30 %.“

Anhand der bisherigen Messergebnisse wurde errechnet, dass jeder der Hybridbusse bei einer Lebensdauer von rund zwölf Jahren voraussichtlich etwa 88.100 Liter Diesel einsparen wird. Basis für diese Berechnung war eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs über die gesamte Einsatzdauer um 18,8 %. Damit vermeidet jeder Bus pro Jahr rund 19,5 Tonnen Kohlendioxid.

Harte Winter beeinträchtigen die Bilanz, vor allem wegen der Zusatzenergie, die z. B. für die Heizung benötigt wird.

Weniger Lärm, mehr Umweltschutz


Doch die beeindruckenden Einsparpotentiale bei Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß sind nicht die einzigen schlagenden Argumente. Auch die geringere Lärmbelastung durch die Hybridbusse ist für die üstra entscheidend. „Die Anwohner der Linie 121 sind wirklich froh, denn den Hybridbus hört man kaum“, so Hubert Nawa.

Und Jens Ernsting, Leiter Umweltmanagement bei der üstra, ergänzt: „Außerdem helfen uns die Hybridbusse neue Fahrgäste zu gewinnen und an uns zu binden. Jeder Fahrgast im ÖPNV ist aktiver Klimaschutz.“

Daher wurde die Anschaffung der zehn neuen Hybridbusse im Jahr 2011 auch vom Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz mit 1,12 Millionen Euro gefördert.

Allison Hybridtechnik beschleunigt auf ganzer Linie


Hubert Nawa ist ein großer Fan des Allison-Hybridantriebs, vor allem wegen der kraftvollen Beschleunigung: „Die Busse mit Allison-Antrieb gehen wirklich ab. Für uns bedeutet das eine schnellere Abfertigung. Und die zügige und ruckfreie Beschleunigung ist ausgesprochen angenehm für Fahrer und Fahrgäste.“

Basis der Hybridbusse ist der dreiachsige Gelenkbus Solaris Urbino 18. Das parallele Doppelmodus Hybridsystem von Allison Transmission kombiniert zwei Elektromotoren mit einer Leistung von je 75 kW mit einem 181 kW (246 PS) starken Cummins-Dieselmotor mit 6692 cm3 Hubraum. Die Elektromotoren tragen beträchtlich zum Start des Busses bei und entlasten den Diesel, indem er weniger Leistung und Drehmoment erzeugen muss. Hochleistungsbatterien speichern die Energie, die im Bremsvorgang freigesetzt wird, und setzen sie beim Beschleunigen wieder ein.

Fahrer und Fahrgäste wollen auf die Hybridbusse nicht mehr verzichten


Die Fahrer der Hybridbusse sind sich einig: Man gewöhnt sich schnell an das neue Fahrverhalten. Ungewohnt war am Anfang nur, dass man fast gar nicht bremsen müsse. Wenn der Fahrer vom Gas geht, werden nicht nur die Nickel-Metallhydrid-Hochleistungsbatterien auf dem Fahrzeugdach aufgeladen, sondern der Bus wird auch abgebremst. Auch das weiche Anfahren „fast wie auf Watte“ war am Anfang ungewohnt. Jetzt finden Fahrer und Fahrgäste die Leistung und den Komfort toll.

Bei der üstra werden grundsätzlich alle Fahrer und Fahrerinnen im Bereich kraftstoffsparendes Fahren geschult. Diese Schulung wird regelmäßig wiederholt. Die Fahrtrainings sind notwendig, damit die Vorteile dieser Hybridbus-Technologie voll genutzt werden können und die besten Leistungen und Einsparungen erzielt werden.

Erfahrungen im weltweiten Hybridbus-Markt

„Wir freuen uns, dass immer mehr Städte auf Busse mit unseren bewährten Hybridsystemen setzen, denn sie stehen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Unsere langjährige Erfahrung gekoppelt mit der Leistung, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit, die unser System zeigt, sind wichtige Faktoren bei der Entscheidung von Flottenbetreibern“, sagt Manlio Alvaro, Marketing Manager für Europa, den Nahen Osten und Afrika bei Allison Transmission.

Allison Transmission begann mit der Serienproduktion des H 40/50 EP Systems im Jahr 2003. Über 5.000 Stadtbusse mit Allisons parallelem Doppelmodus Hybridsystem sind derzeit in mehr als 230 Städten weltweit in Betrieb. Diese Fahrzeuge haben schätzungsweise bereits 100 Millionen Liter Kraftstoff gespart und mehr als 259.000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden.

Über üstra
Die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG (kurz: üstra) gehört mit ca. 155 Millionen Fahrgästen pro Jahr zu den größten Verkehrsunternehmen Deutschlands. Der Fuhrpark der üstra AG umfasst 133 Busse, davon 63 Gelenkbusse und 67 Solobusse. Darüber hinaus hat das Tochterunternehmen üstra Reisen derzeit 43 Busse. Die Busse der üstra absolvieren pro Jahr rund acht Millionen Fahrkilometer.


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10 Sep, 2012

About Allison Transmission

Allison Transmission (NYSE: ALSN) is the world’s largest manufacturer of fully automatic transmissions for medium- and heavy-duty commercial vehicles and is a leader in electric hybrid-propulsion systems for city buses. Allison transmissions are used in a variety of applications including refuse, construction, fire, distribution, bus, motorhomes, defense and energy. Founded in 1915, the company is headquartered in Indianapolis, Indiana, USA and employs approximately 2,700 people worldwide. With a market presence in more than 80 countries, Allison has regional headquarters in the Netherlands, China and Brazil with manufacturing facilities in the U.S., Hungary and India. Allison also has approximately 1,400 independent distributor and dealer locations worldwide. For more information, visit allisontransmission.com.